Besichtigung der Tunnelbaustelle des Rastatter Tunnel

Veröffentlicht am 20.01.2017 in Ortsverein

Der Offenburger Tunnel kommt...

Im Januar 2016 stellte der  Bundestag durch die Bereitstellung der notwendigen Mittel die letzte Weiche dazu.

Diese Entscheidung ist eine politische und muß nun umgesetzt werden.

Dass damit die Anrainergemeinden wie Hohberg, Schutterwald oder Windschläg die Hauptlast aufgebürdet bekommen, ist noch wenigen so richtig bewußt.

Aus diesem Grund machten sich die Hohberger Genossen zusammen mit Gästen auf den Weg nach Rastatt.

Dort wird der Rastatter Tunnel gebaut und man kann die Baustelle besichtigen.

Im Informationszentrum kann man sich anschaulich über Schallschutzmassnahmen, die Tunnelvortriebsmaschine, Tunnelbautechnik usw. informieren.

Wir wurden von Herrn Erler und Herrn Giessen begrüßt, die uns mit einem Film und einem Fachvortrag auf die Führung vorbereiteten. Besonders die Arbeitsweise der Tunnelfräsmaschine von Herrenknecht erklärte Herr Giessen sehr genau, was für das Verständnis der Baustelle erforderlich ist.

Dann, ausgerüstet mit Sicherheitsschuhen, Warnwesten und Helmen, ging es auf Wanderschaft.

Die Baustelle hat riesige Ausmaße. Alleine für Logistik, Büros, Vor- und Nachbereitung, Recycling,  Lagerhaltung werden ca.12 ha benötigt. Beeindruckend ist alles: die Größe der Radlader, die Kräne, die Abraumhalden, die Tübbinge (so heißen die Tunnelbauteile, die die Röhre des Tunnels bilden). Sieben Tübbinge bilden einen Innenring der Tunnelröhre. 30 ooo Teile davon werden für den Tunnel benötigt.

Überraschend wenige Menschen arbeiten rund um die Uhr an sieben Tagen auf der Baustelle. Nur 20 Tunnelbauer dürfen sich gleichzeitig ím Tunnel aufhalten, da die Rettungszelle des Sicherheitszuges maximal 20 aufnehmen kann.

Nur an zwei Tagen steht die Baustelle still: an Weihnachten und am Barbaratag: dem Feiertag der Mineure.

Dann wir auf der Baustelle mit einem Gottesdienst und allem drum und dran gefeiert.

Tief beeindruckt kehrte die Gruppe dann in Rastatt im Brauereigasthaus „Hopfenschlingel“ ein, um sich zu  stärken und das Erlebte zu reflektieren.

Ob ein Tunnel - insbesondere der bei uns zu bauende – Sinn macht, ist nun nicht mehr relevant. Der Beschluss steht und wir werden sehen müssen, wie wir die Umsetzung möglichst gut hinbekommen. Aber wir haben nun eine Vorstellung davon, was da auf uns zukommen wird. Es gibt viel zu tun: noch ist die genaue Trasse nicht geklärt und es gibt auch noch keine Pläne für die konkrete Umsetzung. Das alles beginnt in diesen Tagen.

 

 

     

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