Kommunalwahl 2024

Wahlprogramm - Gemeinsam für Hohberg

Am 23. März kamen unsere 13 Kandidierenden zusammen, um das Wahlprogramm für die Gemeinderatswahl 2024 zu diskutieren. Dabei wurden vier Themenblöcke herausgearbeitet:

1. Modernes Hohberg für Jung und Alt

Den Kandidierenden war hier das generationenübergreifende Miteinander besonders wichtig. Die Bedürfnisse der unterschiedlichen Generationen sollten gleichermaßen berücksichtigt werden, ohne jedoch diese gegeneinander auszuspielen.

Für unsere Kandidierenden ist es daher wichtig, dass die Gemeinde Hohberg einen ortsnahen, barrierefreien und witterungsfesten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ermöglicht. Wir verstehen darunter

- ortsnah: dass für alle Einwohner in Hohberg die nächste Haltestelle fußläufig zu erreichen ist;

- barrierefrei: dass der Zugang zum ÖPNV allen Einwohnern möglich ist; nicht nur im Bezug auf Mobilitätseinschränkungen;

- witterungsfest: dass an allen Haltestellen entsprechende Unterstellmöglichkeiten vorhanden sind, um nicht der Witterung ausgesetzt zu sein;

Außerdem bleibt es unverändert bei dem bereits seit vielen Jahren angestrebte Ziel der SPD Hohberg, die Verbindung zwischen Diersburg, Hofweier und Niederschopfheim zu verbessern. Bereits seit Jahren fordert die SPD Hohberg die „Hohberger Ringlinie“; mindestens jedoch die bessere Anbindung Diersburgs durch Verbindung der Buslinien S6 mit 7141.

Gegen viele Widerstände hat die SPD Hohberg es geschafft, die damalige Hauptschule in Hofweier zu einer Gemeinschaftsschule umzuwandeln. Die SPD Hohberg freut sich, dass seit dem Schuljahr 2016/17 nun nicht nur die Kinder aus Hohberg individuell nach ihren Neigungen unterrichtet werden. Dennoch gilt es, den Weg hier konsequent weiter zu gehen: Daher steht die SPD Hohberg und unsere Kandidierenden unverändert zur Ganztagsgrundschule als weiteren starken Standortfaktor für den Bildungsstandort Hohberg.

Als weiteren Baustein nach der Schulischen Ausbildung ist es unseren Kandidierenden wichtig, dass in Hohberg attraktive Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden können. Daher sprechen wir uns für eine innovative Gewerbeansiedlung aus, die wir durch die Unterstützung von Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen wie beispielsweise der Fachhochschule Offenburg fördern wollen.

2. Bürgerschaftliche Engagement

Das Bürgerliche Engagement ist ein, wenn nicht DER Grundpfeiler unserer Demokratie. Mit Sorge betrachten wir die zunehmenden Schwierigkeiten in den Vereinen und ehrenamtlichen Organisationen, Personen zu finden, die bereit sind, für unser Gemeinwesen verantwortung zu übernehmen. Dem wollen wir entgegenwirken, indem wir die Vereine und ehrenamtlichen Initiativen in unserer Gemeinde bei ihrem wichtigen Beitrag nach besten Kräften und Möglichkeiten unterstützen.

Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, Bürger bei lokalen Belangen stärker einzubinden. Daher beabsichtigen wir, die direkten Anwohner bei der Planung von Projekten stärker mit einzubeziehen, beispielsweise bei der Planung von Spielplätzen.

Auch wollen wir wieder verstärkt ins „Miteinander“ kommen. Daher werden wir uns für die Wiederbelebung der „BürgerBörse“ einsetzen; an die sich alle Bürger wenden können, wenn sie Nachbarschaftshilfe benötigen oder diese anbieten wollen. Über diesen und andere Wege hoffen wir, auch unsere Neubürger schneller in unsere Gemeinschaft einbinden zu können.

3. Klima und Umwelt

Der Klimawandel erreicht seit einigen Jahren auch Hohberg. Der Pegel des Niederschopfheimer Baggersees im Sommer ist ein mittlerweile nicht mehr zu übersehender Indikator. Aber auch die zunehmenden Hinweise auf Waldbrandgefahr im Gemeindeblatt sind deutliche Warnsignale. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Gemeinde Hohberg ihren Beitrag auf kommunaler Ebene leistet.

Hohberg ist immer noch eine recht ländlich geprägte Gemeinde – und diesen Schatz gilt es zu erhalten und zu bewahren. Daher setzen wir uns für den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Gemeinde ein und werden diesen weiter fördern. Für unsere großen Waldflächen gilt es, langfristig tragbare Konzepte zu entwickeln, die sowohl dem Klimawandel insgesamt, als auch der Waldbrandvorsorge im besonderen Rechnung tragen.

Die Nutzung von regenerativen Energien ist ein weiterer Bereich, den wir unterstützen. Daher setzen wir uns für eine verstärkte Berücksichtigung von Solarthermie und Photovoltaik an öffentlichen Gebäuden ein. Auch sollte trotz der angespannten Haushaltslage die energetische Sanierung der gemeindeeigenen Gebäude nicht vernachlässigt werden.

Wir setzen uns für einen ÖPNV ein, der für unsere heutige Zeit bedarfsgerecht aufgestellt ist. Hierunter verstehen wir eine bedarfsangepasste Taktung der bereits bestehenden Verbindungen, sowie eine bessere Anbindung an das Fernnetz der Bahn in Offenburg und Lahr. Gleichzeitig muss dieser ÖPNV auch sozial attraktiv, sprich bezahlbar sein. Daher fordern wir für Verbindungen innerhalb der Gemeinde das „1-Euro-Ticket“ für Hohberg.

Für private Eigentümer von Immobilien setzen wir uns dafür ein, dass die im Landratsamt Ortenau angesiedelte „Beratungsstelle nachhaltiges Bauen“ als Außenstelle regelmäßige Beratungstermine in Hohberg anbietet.

4. Zukunftsfähigkeit

“Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.”

Dieses Bild vor Augen richtet sich die SPD Hohberg mit unseren Kandidierenden auf die Zukunft aus. Hierzu zählt es mit zu den wichtigsten Anliegen, nachfolgende Generationen nicht über Gebühr zu beanspruchen. Daher sprechen wir uns dafür aus, den Gemeindehaushalt zu konsolidieren, um den zukünftigen Handlungsspielraum wieder zu weiten.

Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, die Daseinsvorsoge auf dem aktuellen sehr guten Niveau zu halten und wenn möglich zu verbessern. Nicht zuletzt die nun nach Jahrzehnten umgesetzte Forderung der SPD Hohberg, die Diersbuger Quellen zu erschließen und zu fassen, haben uns im Bereich des Wassers weitestgehend unabhängig werden lassen. Doch Daseinsvorsorge ist für uns heute mehr: Wir verstehen darunter neben Wasser und Energie auch die flächendeckende Mobilfunkversorgung sowie die Nahversorgung vor Ort mit Einkaufsmöglichkeiten und medizinischer Versorgung. Das Gesundheitszentrum Hohberg ist hier ein erster Schritt in die richtige Richtung. Diesen Weg gilt es mutig weiterzugehen.

Unsere Welt wird immer digitaler. Hier wollen wir die Gemeinde weiter voranbringen und das digitale Angebot für die Bürger weiter ausbauen.

Auch wird unsere Welt immer individueller. Das Bild Familie aus Vater, Mutter, Kind/ern ist nicht mehr das einzige Lebensmodell. Insbesondere für Einzelstehende ist es mittlerweile schwierig, passenden Wohnraum zu finden. Zugleich stellt die Einwanderung nach Deutschland alle Kommunen vor Herausforderungen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen wollen wir den Wohnungsbau in kommunaler Trägerschaft schaffen.

Die Verkehrswende ist ein wichtiger Bereich für ein zukunftsfähiges Deutschland. Der Ausbau der Rheintalbahn ist ein wichtiger Schritt. Aber es belastet der Bau des Offenburger Bahntunnels unsere Gemeinde extrem – sowohl was den Flächenverbrauch angeht aber auch die zu erwartende Lärmbelästigung während der Bauarbeiten. Die SPD Hohberg und unsere Kandidierenden fordern daher, dass im Zuge des Ausbaus der Rheintalbahn als Ausgleich für die Belastung mit der Baustelle des Offenburger Bahntunnels der Haltepunkt Hohberg als Anbindung an das Fernnetz realisiert wird.

Gleichzeitig widersprechen wir dem Autobahnanschluss des Kinzigtals über Hohberger Gemarkung, wie es sich die Stadt Offenburg wünscht. Hohberg ist keine Randsiedlung von Offenburg, sondern eine eigenständige Gemeinde! Schon seit der ersten Besprechung im Juli 2019 in Offenburg befürworten wir die „V0-Trasse“. Das bedeutet die Anbindung über die aktuelle Verkehrsführung der B33 über den „Bumerang“ und „Tausendfüßler“ an den Autobahnanschluss Offenburg entsprechend auszubauen.

 

     

SPD Hohberg auf Facebook

Unsere Facebook-Seite

    

      

Dr. Johannes Fechner, MdB

http://johannesfechner.de/

     

SPD Baden-Württemberg

https://www.spd-bw.de/

      

roter Ortenauer

Hier geht es zum ROTEN ORTENAUER, der Parteizeitschrift der SPD Ortenau.

Alle bisher erschienenen Ausgaben gibt es unter dem Folgenden Link zum Nachlesen:

https://www.roter-ortenauer.de/archiv/

WebsoziInfo-News

20.05.2024 17:17 Unser Land von Bürokratie entlasten
Der Bundestag hat am 17.05. das Bürokratieentlastungsgesetz in 1. Lesung beraten. Damit beginnt das parlamentarische Verfahren, an dessen Ende eine deutliche Entlastung für unsere Wirtschaft und Bevölkerung stehen wird. Esra Limbacher, Mittelstandsbeauftragter und zuständiger Berichterstatter im Rechtsausschuss: „Mit der 1. Lesung im Bundestag starten wir im Parlament in die Beratungen zum Bürokratieentlastungsgesetz. Die Bundesregierung hat… Unser Land von Bürokratie entlasten weiterlesen

14.05.2024 19:47 Dagmar Schmidt zum Mindestlohn
Unser Land ist kein Billiglohnland Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich für eine schrittweise Erhöhung des Mindestlohns ausgesprochen. Richtig so, sagt SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt. Gerade jetzt sei es wichtig, soziale Sicherheit zu festigen. „Der Vorstoß des Kanzlers zur Erhöhung des Mindestlohns ist absolut richtig. Denn die Anpassung des Mindestlohns in diesem und im nächsten Jahr ist… Dagmar Schmidt zum Mindestlohn weiterlesen

13.05.2024 19:48 Mast/Wiese zum AfD-Urteil des OVG Münster
AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall bestätigt Das OVG Münster hat entschieden: Die Einstufung der AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall durch das Bundesamt für Verfassungsschutz ist rechtmäßig. Eine klare Botschaft für den Schutz unserer Demokratie und ein Beleg für die Wirksamkeit unseres Rechtsstaats. „Das OVG Münster hat klar und unmissverständlich die Einstufung der AfD als Verdachtsfall durch das… Mast/Wiese zum AfD-Urteil des OVG Münster weiterlesen

Ein Service von websozis.info