„Kontrolle von verseuchten Eiern auch in verarbeiteten Produkten!“

Veröffentlicht am 05.08.2017 in Pressemitteilungen

Berlin/Offenburg, 04.08.2017. Der Skandal um mit dem Läusebekämpfungsmittel Fipronil verseuchte Eier weitet sich aus. Die SPD-Bundestagsfraktion sowie die fachpolitische Sprecherin Elvira Drobinski-Weiß fordern umgehend Kontrollen für verarbeite Lebensmittel mit Eiern und kritisieren die widersprüchliche Informationspolitik des Bundeslandwirtschaftsministers und seiner untergeordneten Behörde.

„Jetzt müssen umgehend flächendeckende Kontrollen, auch verarbeiteter Produkte, stattfinden. Betroffenen Eier und daraus hergestellte Lebensmittel müssen so schnell wie möglich identifiziert und zurückgerufen werden“, das fordert die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Elvira Drobinski-Weiß.
 

Es sind offenbar viel mehr Eier mit dem nicht für die Lebensmittelerzeugung zugelassenen Insektizid Fipronil verunreinigt als angenommen. Obwohl das ganze Ausmaß des Skandals und der möglichen Belastungen noch nicht bekannt sind und niederländische Behörden Verbraucher eindeutig vor dem Verzehr der Eier warnen, spricht das dem Bundeslandwirtschaftsminister unterstellte Bundesinstitut für Risikobewertung davon, dass kein Gesundheitsrisiko von den in Deutschland verkauften Fipronil-Eiern ausgehe. „Das ist unverantwortlich und nicht im Sinne des vorsorgenden Gesundheitsschutzes“, so die Ortenauer Abgeordnete.

„Wir haben es mit einem bundesweiten Problem zu tun, deshalb muss der Bundeslandwirtschaftsminister für eine bundesweit einheitliche Verbraucherwarnung sorgen“, so die Abgeordnete. Die vom Ministerium betriebene Seite für Lebensmittelwarnungen sei dazu völlig ungeeignet. Das Ministerium müsse alle Informationen zu den mit Fipronil belasteten Produkten einschließlich der Stempelnummern übersichtlich und zentral auf seiner eigenen Homepage veröffentlichen und für eine klare und eindeutige Verbraucherinformation sorgen, soweit die Forderung der Offenburger SPD-Abgeordneten.

 

 

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