Gedanken zum Volkstrauertag

Veröffentlicht am 14.11.2010 in Ortsverein

Am Volkstrauertag fanden wieder die Kranzniederlegungen zum Gedenken der Opfer aus Kriegen und Gewalt und die Gedenkfeiern aus Anlass des Volkstrauertages statt.

Der Charakter des Volkstrauertages hat sich mit den Jahren deutlich verändert.
Zum einen leben heute - 65 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges -
die unmittelbar Betroffenen, die Kinder, Ehemänner, Geschwister oder Eltern in den Kriegswirren verloren haben, meist nicht mehr.
Zum anderen hat das Militärische in unserer Gesellschaft einen ganz anderen Stellenwert. Wir sprechen heute vom Staatsbürger in Uniform. Kaum ein Bürger verbindet heute mit dem Volkstrauertag noch den Gedanken der "Heldenverehrung", wie dies in der Nazizeit nicht nur der offiziellen Sprachregelung entsprach.

Dennoch gibt es auch heute im Zeitalter von Europa wieder Bewegungen, die sich berufen fühlen, den Menschen mit vermeintlich einfachen Lösungen nationalsozialistisches Gedankengut zu vermitteln. Leider kommen solche Parolen oft verkleidet wie der Wolf im Schafspelz daher oder sind mit extremen Erscheinungen, wie Krawall und ähnlichem verbunden. Wir sind grundsätzlich der Meinung "Die Extreme – gleich von wem sie ausgehen - taugen nichts und schaffen Probleme, keine Lösungen!“

Eine intakte, starke, lebendige Demokratie muss andere Meinungen aushalten können. Aushalten heißt aber nicht, dass dies unwidersprochen bleiben kann.

Gedenkfeiern zum Volkstrauertag sind heute eine mahnende Erinnerung und ein Appell an unsere Verantwortung für die Zukunft, eine "Mahnung zum Frieden und zur Gewaltlosigkeit!"

 

     

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