Frühlingsfahrt der AG 60+ der SPD Ortenau

Veröffentlicht am 07.04.2012 in Arbeitsgemeinschaften

Schon früh am Morgen des vergangenen Mittwochs machte sich bei herrlichem Frühlingswetter die SPD-AG-60plus in einem vollbesetzten Bus auf den Weg nach Stuttgart zum Empfang der Landes-AG-60plus, zu dem der Landesvorsitzende Lothar Binding/MdB geladen hatte.

Udo Lutz (stellvertr. SPD-Vorsitzender Stuttgart-Süd) brachte bei einer Stadtrundfahrt mit Stadtrundgang den Badener die „unbekannte Landeshauptstadt“ näher und verwies auf alte und neue Bausünden. Die Tour führte auch am Brennpunkt, dem Stuttgarter Hauptbahnhof, vorbei, wo die Teilnehmer den aktuellen Abriss-Stand sehen konnten und, wie die Bagger weiter am Restflügel knabbern.

Beim Mittagessen im Waldheim Heslach erholten sich die über fünfzig rüstigen SPD-Senioren aus Freiburg, Lahr und Offenburg. Sie erfuhren, dass das Waldheim Heslach bereits vor 114 Jahren gegründet wurde, um Stuttgarter Arbeiterkindern wenigstens gelegentliche Erholung mit Wald und sogar Schwimmbad „bis an die Knie“ zu bieten. Seither besuchten sämtliche SPD-Vorsitzenden – manche auch mehrfach – das Waldheim Heslach. Den Ortenauer Gästen wehte ein gehöriger historischer Wind um die Ohren.

Die schwäbischen Maultaschen, in zahlreichen Variationen angeboten, wurden von den Badenern mit großem Appetit und zwar restlos aufgegessen.

Pünktlich um 15 Uhr fand sich dann auch die Ortenau im Kleinen Kursaal im Kurhaus Bad Cannstadt ein, um der Gastrednerin des Tages – Prof. Dr. Gesine Schwan – zuzuhören. Sie ist Präsidentin der Humboldt-Viadrina-School of Governance, Initiatorin des Diskussions-Kreises und referierte mit großer Überzeugungskraft zum Thema „Energiewende und Good Governance“. Governance bedeutet: Nichtregierungs-Organisation, sondern Leute zusammen bringen und zwar aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Eine rege Diskussion schloss sich an den Vortrag der Kandidatin für das Amt der Bundespräsidenten in den Jahren 2004 und 2009 an.

Auf die Frage nach bisher eventuellen Beschädigungen des Bundespräsidentenamtes nahm sie kurz und klar Stellung: Die „Personenfindung“ für Kandidaten sei bisweilen nicht souverän, die Amtsführung von Vorgängern „nicht ganz so überzeugend“ gewesen. Auf der Rückfahrt waren sich alle SPD-Senioren und -Seniorinnen einig: „Unsere Gesine“ wäre eine prima Bundespräsidentin geworden, aber nun solle halt mal „der Gauck“ eine Amtsperiode lang zeigen, dass er es auch kann.

 

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