Frauen in der SPD - ASF feiert 50 Jahre

Veröffentlicht am 22.03.2023 in Arbeitsgemeinschaften

Am 23. März vor 50 Jahren kam die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) zu ihrer ersten Bundeskonferenz zusammen. Seitdem ist viel erreicht – für Selbstbestimmung, Freiheit und Gleichheit. „Wir sind Demokratiearbeiterinnen“, sagen die Bundesvorsitzende Maria Noichl und Ulrike Häfner.

Unter dem Motto: „Unser Ziel: Benachteiligungen überwinden” trafen sich vor 50 Jahren SPD-Frauen in Ludwigshafen, um die erste, dreitägige Bundeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen durchzuführen.

Zentrales Thema damals war die Reform des Ehe- und Familienrechts und die Einrichtung von Familiengerichten als einen unverzichtbaren Bestandteil der Reform und der Kampf um die Einführung der Fristenlösung bei der Reform des § 218.
ASF-SPD-Frauen – 50 Jahre Kampf für Frauenrechte in Deutschland


Zur Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft wurde Elfriede Eilers mit 89 von 150 Stimmen gewählt. Ihre Gegenkandidatin, Herta Däubler-Gmelin, erhielt 61 Stimmen.
Zentrales Thema damals war die Reform des Ehe- und Familienrechts und die Einrichtung von Familiengerichten als einen unverzichtbaren Bestandteil der Reform und der Kampf um die Einführung der Fristenlösung bei der Reform des § 218.

Darüber hinaus beschlossen die SPD-Frauen eine Kommission zu gründen, die den Auftrag bekam, einen Entwurf eines familienpolitischen Programms auszuarbeiten. Die Bundeskonferenz der SPD-Frauen sprach sich 1973 für die Fristenlösung bei der Reform des § 218 aus.

Als Nachfolgerin von Elfriede Eilers wurde 1977 Elfriede Hoffmann gewählt. Sie übergab das Amt 1981 an Inge Wettig-Danielmeier. In ihre Amtszeit fiel die Einführung der Geschlechterquote von 40 Prozent in der SPD. Diese Quote war anfangs in der SPD und der ASF heftig umstritten. Doch die Quotenbefürworter:innen konnten sich durchsetzen.

Nach der Wende in der DDR entstand in der dort gegründeten Sozialdemokratischen Partei der DDR auch eine Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen unter Vorsitz von Eva Kunz. Mit dem Zusammenschluss der Parteien am 26. September 1990 schlossen sich auch die Arbeitsgemeinschaften zusammen.

Nachfolgerin von Inge Wettig-Danielmeier wurde Karin Junker, die das Amt von 1992 bis 2004 ausübte. Auf sie folgte Elke Ferner, 2018 wurde die derzeit amtierende Bundesvorsitzende Maria Noichl gewählt. Seit 2021 führt die ASF eine Doppelspitze, Maria Noichl und Ulrike Häfner.

Heute ist die ASF Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen die größte parteipolitische Frauenorganisation Deutschlands. Mit fast 140.000 Frauen kämpft sie u.a. gegen jede Form der Gewalt an Frauen, offline oder online, für Parität in allen Parlamenten, für wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen und für „§ 218 raus aus dem Strafgesetzbuch“.

Maria Noichl und Ulrike Häfner zum Jubiläum: „Die ASF, als Zusammenschluss aller SPD-Frauen, kämpft für eine freiheitliche, gleichgestellte, demokratische Gesellschaft. Als Feministinnen gestalten wir unsere Welt täglich. Selbstbestimmung, Freiheit und Gleichheit für alle Menschen ist unser Ziel. Dies wollen wir im öffentlichen wie auch im persönlichen Leben verwirklichen. Wir sind Demokratiearbeiterinnen. Seit 50 Jahren – heute und morgen.“

Das Jubiläum der SPD-Frauen wird am 21. Mai 2023 ab 12:00 Uhr im Willy-Brandt-Haus in Berlin gefeiert. Im Rahmen einer Matinee mit der Festrednerin Katarina Barley und Eröffnung der Ausstellung „16 Frauen aus 16 Jahrzehnten – prägende Sozialdemokratinnen aus 160 Jahren“ feiert die SPD ihre Frauenorganisation. 1973 – 2023, 50 Jahre jung!
 

     

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