"Kernkraftwerk Fessenheim gehört abgeschaltet! - Schutz der Menschen muss vor Profit stehen"

Veröffentlicht am 19.05.2011 in Europa

Offener Brief des Europaabgeordneten Peter Simon an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy

In einem offenen Brief an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy fordert der baden-württembergische SPD-Europaabgeordnete Peter SIMON gemeinsam mit mehreren französischen und deutschen Europaabgeordneten der S&D-Fraktion und der Fraktion der Grünen/ EFA aus Baden-Württemberg und dem Elsass die sofortige Stilllegung des nahe der deutsch-französischen Grenze gelegenen Kernkraftwerks Fessenheim. " .......

Pannenreaktoren wie der in Fessenheim gehören umgehend abgeschaltet. Atomare Gefahr kennt keine Grenzen.
Deshalb brauchen wir über die Stilllegung von Fessenheim hinaus gesamteuropäische Regelungen, die die Menschen vor solchen Reaktoren schützen" unterstreicht Peter SIMON. "
Nach den schrecklichen Ereignissen in Japan führt an einem Umdenken in Sachen Atomenergie kein Weg vorbei. In Baden-Württemberg haben wir mit der Abschaltung von Philippsburg und Neckarwestheim einen ersten Schritt gemacht. Der Schutz der Bürger muss vor dem Profit stehen", so Peter SIMON weiter.
Hintergrund des offenen Briefes der Europaabgeordneten ist die derzeitige Diskussion um eine mögliche Laufzeitverlängerung des AKW Fessenheim um weitere 10 Jahre.

Der SPD-Europaabgeordnete warnt deshalb auch vor einer Aufweichung der geplanten Stresstest für Atomkraftwerke und kritisiert die letzte Woche bekannt gewordenen Vorschläge der Vereinigung der Westeuropäischen Aufsichtsbehörden, Atommeiler im Rahmen der geplanten Stresstests nur daraufhin zu überprüfen, ob sie Naturkatastrophen standhalten.
"Wenn sich die EU-Energieminister auf diesen Vorschlag einlassen, dann ist das angesichts der schlimmen Folgen von Fukushima schlichtweg unverantwortlich. Stresstests müssen alle erdenklichen Risikofälle umfassen. Dazu gehören auch Ausfälle der Stromversorgung, Terroranschläge oder menschliches Versagen" betont Peter SIMON.

Er appelliert deshalb an Energiekommissar Oettinger, den Mitgliedstaaten nicht nachzugeben und Stresstests zudem durch unabhängige Experten durchführen zu lassen. "Nur objektive, umfassende und verbindliche Stresstests können die Risiken der Atomkraft reduzieren.
Dazu gehört auch, dass beim Stresstest durchgefallene Atomkraftwerke sofort und endgültig vom Netz genommen werden."

Unterzeichner/Innen des offenen Briefes: Sandrine Bélier, Franziska Brantner, Rebecca Harms, Heide Rühle (Fraktion der Grünen /EFA)

Evelyne Gebhardt; Peter Simon, Catherine Trautmann, (S&D-Fraktion)

Für weitere Informationen: Büro Peter Simon, Tel. 0032 228 47558

 

     

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